Psychisch kranke Eltern und deren Kinder Kinder psychisch kranker Eltern haben besondere Schwierigkeiten, dazu gehören: ohne Geschwister, ohne gewachsene Familienstrukturen aufzuwachsen, häufige Aufenthalte in Kurzpflegestellen führen meist früh zu Trennungssituiationen. Bei Dauerunterbringung der Kinder kommt es in der Regel zu einer erneuten Trennung (Kurzpflegestellen haben meist keine Dauerpflegeerlaubnis).Kinder psychisch kranker Eltern erhalten mangelnde oder gar keine Unterstützung. Kinder psychisch kranker Eltern erleiden Überbeanspruchung, Vernachlässigung, Wechselbäder der Gefühle, keine verlässlichen Beziehungserfahrungen, Isolation (Kinder können oder dürfen keine Freunde mit nach Hause bringen ). Beziehungsabbrüche, Scham, Schuldgefühle,. Ausgrenzungserfahrungen, (Kinder dürfen meist nicht über die Krankheit der Eltern sprechen, sie haben Angst ihre Eltern zu verraten.) Sie erleben Grenzüberschreitungen, und Einbeziehung in den Wahn der Eltern .Kinder übernehmen Aufgaben der Eltern und fühlen sich für die Defizite des kranken Elternteils verantwortlich. (Parentifizierung) Es fehlt ihnen an Aufmerksamkeit, Geborgenheit und Anleitung, finanzieller Sicherheit und Ordnung. Kinder psychisch kranker Eltern entwickeln häufig schwere Verhaltensauffälligkeiten, leiden unter Entwicklungsstörungen, zeigen sowohl starke Rückzugstendenzen als auch aggressives oder autoaggressives Verhalten und laufen Gefahr an einer frühen oder basalen Störung zu erkranken. Oft leiden sie an psychosomatischen Beschwerden.(z. B. Neurodermitis, Asthma) Psychisch kranke Eltern sind häufig allein erziehend, da der Partner entweder mit der psychischen Erkrankung überfordert oder selbst psychisch erkrankt ist. Die Eltern werden in der Regel in ihrer Situation allein gelassen, Kliniken, Psychiater oder Ärzte befassen sich mit der psychischen Erkrankung aber nicht mit dem Umstand, dass sie Eltern sind. Psychisch kranke Eltern sind häufig isoliert, es existieren meist keine verlässlichen Sozialstrukturen (Familie, Freunde, Arbeit). Haushaltsführung, Alltagsbewältigung und Kindererziehung fallen psychisch kranken Eltern häufig schwer. Es kommt immer wieder zu Trennungssituationen, wenn ein Klinikaufenthalt erforderlich wird. Häufig kommen die Kinder nach wiederholten Trennungen in Dauerpflege. Psychisch kranke Mütter werden nach Trennungen vom Kind sehr oft und sehr schnell wieder schwanger ohne die Möglichkeit gehabt zu haben, die vorhergegangene Trennung zu verarbeiten .Die drohende Wegnahme des /der Kindes/r erhöht den Druck gesund werden zu müssen. Notwendig ist ein Hilfsangebot, dass die Eltern-Kind-Beziehung und deren Entwicklung in besonderer Weise berücksichtigt. Hierbei benötigen sowohl die Eltern als auch die Kinder eine intensive Betreuung, in der die psychische Erkrankung angemessen behandelt und gleichermaßen sichergestellt wird, dass die Kinder sich altersgemäß entwickeln können. Hierzu bedarf es Hilfsangebote, die sowohl zeitlich als auch personell in der Lage sind Betreuungskontinuität herzustellen und in Krisensituationen unterstützend einzugreifen ohne dass Mutter und Kind zwingend voneinander getrennt werden müssen. |